Günter W. Remmert, Dipl. theol., M.A. phil.

Lindenstr. 18, 55494 Rheinböllen

 

Strukturaufstellungen

Viele Menschen erleben privat oder beruflich Situationen, denen sie ratlos gegenüber stehen. Häufig wirken darin unbekannte Zusammenhänge oder Lebensmuster.

Die Aufstellungen der neuen Generation, die Lösungsfokussierten systemischen Strukturaufstellungen (SySt©), bringen auf einfache Weise das innere Bild einer konkreten Situation ans Licht. Dabei werden unbewusste Zusammenhänge sichtbar. Vermischungen und Abhängigkeiten werden geklärt und Ausgeschlossenes wird einbezogen. Ein erneuertes Bild setzt Heilung in Gang.

Familienbeziehungen sind ebenso wie Teams, Firmen und Organisationen komplexe Systeme mit einer Vielfalt von Abhängigkeiten und Wechselwirkungen. Aufstellungen dienen dazu, in diesem Kräftespiel das Wesentliche in relativ kurzer Zeit zu erkennen. Eine veränderte Grundeinstellung und Handlungsimpulse bewirken nachhaltige Verbesserungen.

Viele Themen des privaten und beruflichen Alltags lassen sich in Aufstellungen bearbeiten:

IN ORGANISATIONEN UND UNTERNEHMEN

BEI PERSÖNLICHEN THEMEN

IM KREATIVEN BEREICH

IHR NUTZEN

WIE VERLÄUFT EINE AUFSTELLUNG ?

Zunächst werden in einem lösungsorientierten Gespräch gewünschte Ergebnisse besprochen. Wer ein Anliegen einbringt, wählt dann aus der Gruppe Vertreter für z. B. Familienmitglieder, Kollegen, Kunden, Eigentümer, aber auch Produkte, Hindernisse, Ressourcen, Ziele, Werte usw. Diese einzelnen Repräsentanten werden im Raum gemäß dem eigenen inneren Bild ausgerichtet, d.h. aufgestellt.

Mit Interpretationen wird sparsam umgegangen. Es ist wichtiger, dass ein Prozess stattfindet. Veränderung geschieht vor allem durch Erfahrung, weniger durch Deutung.

Auch ohne viel von dem zu wissen, wofür sie gestellt werden, erleben die Repräsentanten Veränderungen von Körperempfindungen. Körperlich und gefühlsmäßig erfahren sie, was es heißt, diesen besonderen Platz einzunehmen. Aus Stellung und Beziehung der Repräsentanten untereinander können Erkenntnisse über das System gewonnen werden. Ausgehend von diesem Bild werden dann durch Umstellungen und Prozesse Lösungen erarbeitet.

HINTERGRÜNDE

Durch das Familienstellen wurde das Aufstellungsverfahren bekannt. Es wird zu Recht schon längere Zeit kontrovers diskutiert. Die Psychotherapeutin Insa Sparrer und ihr Mann, der Logikprofessor Matthias Varga von Kibéd, entwickelten seit den 80-er Jahren eine wertschätzend-stützende und lösungsfokussierte Alternative: die Systemischen Struktur-Aufstellungen (SySt©). In ihnen kommt sowohl theoretisch wie methodisch-praktisch ein reicher Fundus an philosophischen, psychologischen und therapeutischen Prinzipien, Methoden, Prozessen und Fertigkeiten zur Anwendung.

Bei den Systemischen Struktur-Aufstellungen können neben Personen auch innere Anteile, Symptome, Zustände und Werte, wie auch Äußeres, z.B. Ereignisse, Organisationen, Teams, politische Faktoren u.a. aufgestellt werden. Jedes Mal finden lösungsorientierte Vor- und Nachbesprechungen statt. Die Aufstellung wirkt gleichzeitig auf mehreren Ebenen: im Problemsystem, familiär, beruflich, psychosomatisch usw.

Anliegen können offen oder zur Wahrung von Diskretion halb oder ganz verdeckt aufgestellt werden. Bei verdeckten Aufstellungen kennen nur der Klient und eventuell der Gastgeber den Inhalt des Anliegens und die Elemente des aufgestellten Systems. Verdeckte Aufstellungen scheinen eine besondere Wirksamkeit zu haben.

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